Donnerstag, 30. Juni 2016

Samuel testet: Der nosiboo Nasensauger unter der Lupe.

Ein verschnupftes Baby und Kleinkind ist leider keine Seltenheit. Und schon gar nicht bei so einem miserablen Sommer wie in diesem Jahr, der bislang mit Temperaturschwankungen und Regen protzte. Wenn alles vor Viren nur so kreucht und fleucht sind die Kleinen ständig krank. Husten ist, genau wie eine laufende Nase oft ein ständiger Begleiter im Alltag.
Problematisch ist diese Tatsache vor allem, weil Kinder bis zum dritten Lebensjahr hauptsächlich Nasenatmer sind und Babys sogar bis zum sechsten Lebensmonat quasi ausschließlich durch die Nase atmen. Ist diese verstopft, ist nicht nur die Sauerstoffaufnahme gehemmt, sondern auch die Nahrungsaufnahme fällt besonders schwer. Beim Stillen docken die kleinen ständig ab, um Luft zu holen und erholsame Schlafphasen gibt es kaum noch. Taschentücher sind für kleine Kinder einfach keine Option, da sie sich nicht die Nase schnäutzen können. Was also tun, um die Atemwege frei zu bekommen?

Mit einem Nasensauger kann man die vom Nasensekret verstopften Atemwege befreien und das Kind kann wieder freier atmen und ruhiger schlafen. Bislang haben wir einen Handnasensauger von Avent benutzt, der eine weiche und flexible Spitze besitzt. Bei ihm drückt man das Gehäuse zusammen, führt die Spitze in die Nase ein und öffnet dann die Hand, so dass Luft ins Gehäuse des Saugers gesogen wird. Dadurch wird das Nasensekret angesaugt und sammelt sich im Behälter. Nach dem Gebrauch reinigt man den Sauger von Hand. Diese Methode ist leider nicht sehr effektiv und es erfordert einiges an Übung, bis man eine gute Technik zum Absaugen gefunden hat. Außerdem dauert es sehr lange, da man den Sauger immer wieder in die Nase einführen muss. Man kann sich vorstellen, dass das sehr unangenehm für das Baby ist, wenn man lange an dessen Nase rumfummelt.


Nun haben wir den nosiboo Nasensauger kennengelernt und nutzen ihn momentan regelmäßig, da Samuel immer wieder leicht verschnupft ist. Überzeugt haben mich die positiven Kundenrezensionen (findet ihr hier) und das kindgerechte Design. Außerdem erhielt der elektronische Nasensauger den RedDot Award 2014 und erst kürzlich den German Design Award 2016.


Auch wenn das schon einige Punkte sind, die für den nosiboo sprechen, möchte ich nu von unseren persönlichen Erfahrungen mit dem nosiboo Nasensauger erzählen. 





Wie funktioniert der nosiboo eigentlich genau?

Der nosiboo Nasensauger funktioniert elektronisch. Es gibt einen Netzstecker, mit dem das Gerät betrieben wird. Außerdem bringt man einen Schlauch an, der das Gerät mit dem Colibrikopf verbindet. Mit dem Saugteil, welches in die Nase eingeführt wird, lässt sich das Nasensekret schnell und effektiv, aber vor allem einfach, entfernen; das Sekret wird dabei direkt im Saugteil aufgefangen. Die Saugkraft ist über einen Drehregler übrigens einstellbar - vom Säuglings- bis zum Kleinkindalter.
Das kindgerechte Design des nosiboo soll den Kindern außerdem die Angst vor dem Absaugprozess nehmen. Erhältlich ist der nosiboo aktuell in blau, grün oder rosa. 
Das Colibriteil ist einzeln bestellbar (13,50 €), das ganze Gerät kostet 135 €.




















Unsere persönliche Erfahrung mit dem nosiboo Nasensauger



Genutzt haben wir den nosiboo das erste Mal als Samuel schon acht Monate alt war - vorher besaßen wir ein solches Gerät leider nicht. Zunächst war Samuel sehr angetan von den tollen Farben und inspizierte das Gerät genau. Als ich es dann einschaltete, blieb er ganz ruhig, obwohl es ein ihm unbekanntes Geräusch machte. Obwohl, ein bisschen hört es sich an wie ein Staubsauger, nur eben viel leiser.
Als ich den Colibriaufsatz dann zu seiner Nase führte, fand er den nosiboo leider nicht mehr so lustig und wehrte sich heftig. Er mag es einfach gar nicht, wenn man an seine Nase geht. Wir (mein Mann hielt ihn auf dem Schoß) redeten Samuel also beruhigend zu und Niklas hielt seine Hände ein wenig fest, so dass Samuel nicht gegen den Aufsatz schlagen konnte (ich hatte Angst, er würde es sich aus Versehen in die Nase rammen und dadurch die Nasenscheidewand womöglich beschädigen).

Nach dem erfolgreichen Einführen, das sich übrigens gruseliger anhört als es ist - das Saugteil wird nur ca. 2 Millimeter eingeführt - saugte der nosiboo das Nasensekret super gut und vor allem schnell ab (durch den durchsichtige Aufsatz kann man genau sehen, ob es funktioniert und man das Saugteil im richtigen Winkel hält). Er ist super einfach zu bedienen und hat eine angenehme Lautstärke (er ist bei keiner Einstellung so laut, als dass man Angst haben müsste). Mit dem Drehknopf kann man ganz einfach und schnell die Saugkraft anpassen und durch den abnehmbaren Aufsatz ist auch die Reinigung des Geräts schnell und einfach.


Das Gerät kostet 135€ - wie ich finde ein stolzer Preis. Durch die lange Nutzungsdauer, relativiert er sich ein wenig und sofern das Kind das Absaugen mit dem nosiboo zulässt, ist das Gerät absolut empfehlenswert, weil es leicht zu bedienen ist und schnell und effizient das Nasensekret absaugt.

Leider weiß man erst nach der Anschaffung, wie das Kind auf den nosiboo reagiert. Samuel mag ihn leider nicht besonders, vielleicht wird sich das nach einer häufigeren Nutzung ändern.





Übrigens gibt es auch ein Colibrisaugteil, das man super gut auf Reisen mitnehmen kann. Es wird in einer handlichen Box geliefert und mit dem Mund betrieben.


xx Jasmin



Dieser Beitrag ist unterstützt von nosiboo. Vielen Dank.

Montag, 27. Juni 2016

Trauma Fehlgeburt

Jede dritte Schwangerschaft endet frühzeitig mit einem Abort. Die meisten dieser Fehlgeburten passieren in der 4. und 5. Schwangerschaftswoche und bleiben oft unbemerkt, da die Frauen denken, sie hätten eine verzögerte Regelblutung. Ca 18% verlieren ihr Baby in der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche.

Heute möchte ich über meine Gefühle schreiben, die mich nach meinem Abort beschäftigten.

Ein paar Tage nachdem ich mit Blutungen im Krankenhaus und bei meinem Gynäkologen war, bekam ich die ernüchternde Nachricht per Telefon: die Schwangerschaft ist nicht mehr intakt. Frau N., Sie haben einen Abort. Ein stummes nicken. Dann legte ich auf. Glücklicherweise war mein tag vollgepackt mit Programm - Besuch, ein spätes Blockseminar - und so hatte ich keine Zeit zum Nachdenken. Keine Zeit zu trauern

Meine Gefühle holten mich erst am Abend ein, als Samuel endlich schlief und Niklas noch nicht zu Hause war. Erst fühlte ich mich leer. Wie eine Hülle, die nur noch aus sich selbst besteht. Ich starrte vor mich hin und hörte nur die Wanduhr in ihrem ewig stetigen Rhythmus ticken. Tick tack. Tick tack. Tick tack.
Dann der Schlüssel im Schloss. Niklas war zu Hause. Endlich. Er schloss mich in seine Arme, hielt mich ganz stumm, ganz fest. Dort fühlte ich mich geborgen. Und trotzdem leer. Dann traf es mich, wie eine Wand, ein Lastwagen, der mich einfach überfuhr und es brach aus mir heraus. Ich weinte und schluchzte in Niklas Armen. Und er saß einfach nur da und hielt mich. Genau das brauchte ich jetzt. In meinem Kopf herrschte ein einziges Durcheinander. Ich hatte doch gerade erst begriffen, dass ich ein zweites Kind erwartete und jetzt sollte das alles bereits vorbei sein? Einfach so? Ich dachte an all die schönen Dinge, die wir uns vorgestellt hatten und die wir nun nicht mehr erleben könnten. Nunja. Schon, aber eben nicht mit diesem Kind. Nicht so.
Als ich schließlich endlich einschlief, zusammengekauert, die Wangen nass und völlig erschöpft, war mein letzter Gedanke Samuel, für den ich jetzt stark sein musste. 

Die kommenden Tage packte ich mir möglichst voll, damit ich nicht ständig weinend zu hause sitzen konnte. Wie schon gesagt, die Welt dreht sich weiter und ich wollte vor allem für Samuel die Fassade aufrecht erhalten. Aber trotz allem verfiel ich in eine Art Depression. Ich schaffte es morgens kaum aus dem Bett, einzig Samuel motivierte mich, aufzustehen. Ich musste ja. Ich weinte 
viel. Meist kam die Tränenflut völlig unerwartet. Mal, weil ich das Gurkenglas nicht öffnen konnte, ein anderes mal, weil die Wäsche rumlag und wieder ein anderes mal, weil Samuel so süß lachte. Es war wirklich ätzend. Immer wieder ertappte ich mich auch dabei, wie ich ins Leere starrte. Schließlich kochte in mir eine Wut hoch. Ich war sauer. Warum wurde gerade uns dieses Glück verwehrt? Warum durften alle anderen glücklich sein? Warum durfte das Leben so ungerecht sein?

Ich weiß nicht warum, aber es wird besser. Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Ja vielleicht tut sie das. Aber vergessen werde ich trotzdem nicht. Ich habe mit Freunden und anderen Betroffenen gesprochen. Meiner Trauer einen Raum geschaffen, meine Gefühle nicht hinter einer Mauer verschlossen, sondern sie mitgeteilt. Das hat geholfen.
Zum Abschied habe ich einen Brief geschrieben und den Schnuller mit dem Test zurück in die kleine Geschenkbox gesteckt. Alles zusammen hat nun einen schönen Platz bekommen. Vielleicht mag das kitschig klingen, aber mir hat es geholfen. Es hat geholfen, meine Trauer zu bewältigen. Ich glaube, dass es völlig legitim ist, in einer solchen Situation zu trauern, auch wenn die Schwangerschaft noch sehr am Anfang war. Aber man baut direkt eine emotionale Bindung auf und schwelgt in Tagträumereien. Da ist die Nachricht eines Aborts schwer zu verstehen und zu akzeptieren. 

Ich möchte mit meiner Geschichte kein Mitleid erhaschen oder mich profilieren. Aber ich wünsche mir, dass meine Gedanken wenigstens einer anderen Frau da draußen helfen, mit der selben Situation, wie ich sie hatte ein Stück weit besser fertig zu werden. Zu wissen, dass man nicht die einzige Frau ist, die sich so fühlt, tut gut. #ichhatteeinefehlgeburt

xoxo, Jasmin

Sonntag, 5. Juni 2016

Samuel isst - vom Teller in den Bauch

Weil Samuel von Beginn der Beikosteinführung an nahezu sämtlichen Brei verschmäht (ausgenommen selbst gematschter Bananen-Nachmittgasbrei), mussten wir ganzschön kreativ werden. Schließlich soll Samuel nährstoffreiche Kost erhalten - allerdings sollte alles BLW-tauglich sein. Wichtig dabei ist mir, dass er genügend Proteine, Vitamine, Fette und natürlich auch Kohlenhydrate für die Energiezufuhr zu sich nimmt. Deshalb versuchen wir, ihm möglichst verschiedene Getreidearten, Fette (zum Beispiel Butter, Öl, Nüsse) und Obst und Gemüse anzubieten. Auch Fleisch bekommt er in verschiedenen Formen angeboten (zum Beispiel Streichwurst, Würstchen zum Mittag). Einige von Samuels Lieblingsrezepten habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Zucchini-Dinkel-Haferflocken-Taler

1/2 Zucchini gerieben
4 EL Dinkelmehl
2 EL Haferflocken

Alles miteinander vermengen und zu kleinen Talern formen. Mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten.

Erbsen-Frischkäse-Dinkel-Schnitten 


150 g TK Erbsen kochen und pürrieren

2 EL Kräuterfrischkäse
4 EL Dinkelmehl
1EL Öl

Alles vermengen und dann mit etwas Öl als eine Art dicker Pfannkuchen von beiden Seiten anbraten. Den Fladen anschließend in Streifen schneiden.

Baby-Pfannkuchen

4 EL Dinkelmehl
1 Ei
100 ml Milch

zusätzlich beliebige Zutaten, zum Beispiel
Spinat
Schinken
Käse

Aus den Zutaten wird der Pfannenkuchenteig mit einem Schneebesen verrührt. Etwas von dem Teig in eine mit Öl benetzte Pfanne, bei mittlerer Hitze, geben, dann die Zutaten oben drauf geben, wie bei einer Pizza. Schließlich eine zweite Schicht Teig drüber geben, die alles bedeckt. Alles etwas fest werden lassen. Pfannkuchen wenden. Zum Verzehr in handlichen Stücken reichen.

Banane-Apfel-Mango-Muffins (vegan)

2 große reife Bananen
120g gemahlene Haselnüsse
150g Dinkelmehl
100g Haferflocken
300ml Wasser
3 EL Apfel-Mango-Mark (zuckerfrei)
2 TL Backpulver

Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, die restlichen Zutaten zugeben (die Haferflocken habe ich ein bisschen mit dem Mixer geschrotet, kann man aber auch ganz lassen), alles gut vermengen. Den Teig auf 12 Förmchen aufteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für 30 Minuten backen.


Zucchini-Kartoffel-Puffer

1 Zucchini
3 Kartoffeln
2 Eier
3-4 EL Dinkelmehl

Die Zucchini und Kartoffeln reiben. Anschließend etwas das Wasser in der Hand auspressen, sonst wird der Teig zu matschig. Die restlichen Zutaten untermischen und alles gut durchmengen. In etwas Öl in einer Pfanne ausbacken. Ergibt ca 10 Puffer.

Für die "großen" kann man auch etwas Teig bei Seite nehmen, eine Zwiebel klein Würfeln und zum Teig geben und alles mit etwas Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Petersilie würzen.



Alle Rezepte lassen sich schnell und einfach zubereiten - und Samuel liebt sie. Generell gilt, dass ihr jedes Gemüse in den Rezepten auch gut ersetzen könnt. Es eignen sich zum Beispiel auch gut Karotten, Süßkartoffeln, etc. Da ist eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Probiert einfach mal ein wenig rum, die Babys sind meistens für alles offen. Was Samuel auch gerne isst, kannst du dir hier auf unserem YouTube Kanal ansehen.

Viel Spaß beim Nachmachen.
Alles Liebe,
Jasmin

Mittwoch, 1. Juni 2016

Abenteuer Asien - die Reise unseres Lebens

Wir haben ganz spontan unseren ersten gemeinsamen Urlaub zu dritt gebucht. Immer wieder trieben wir uns in den letzten Monaten auf Seiten wie Urlaubsguru und Urlaubspiraten herum, in der Hoffnung, ein günstiges Schnäppchen in Sachen Urlaub zu schlagen. Gerade auf diesen einschlägigen Schnäppchenseiten gibt es ständig neue Angebote und so verglichen wir diese mit allen möglichen anderen Suchmaschinen wie z.B. auch Skyscanner etc. Wohin die Reise aber letztlich gehen sollte, war vollkommen offen. Nur warm und sonnig sollte es sein und möglichst irgendwo in der Nähe von Wasser, damit unsere kleine Wasserratte Samuel auch voll auf seine Kosten kommt. 

Wir sind dann mal weg.

Mit dem Ergebnis hätten wir trotzdem nie gerechnet: Südostasien. Für 2 (zwei!!!) Monate!
Abenteuer. Strand. Dschungel. Berge. Vulkane. Wow. Das alles wird uns in unserem Urlaub erwarten. 

Wir wollten ein Land, das man gut mit Baby und ohne Buggy aber mit Tragehilfe bereisen kann. Was passt da besser, als ein Fleck auf der Landkarte, den man super als Backpacker erkunden kann?! Wir wollen mit unserem Vorhaben zeigen, dass eine Reise mit Baby nicht immer nur ein Pauschal-All-Inclusive-Vier-Sterne-Hotel-Privatstrand-Urlaub sein muss. Denn Babys sind anpassungsfähig, brauchen nicht viel und sind neugierig. Sie fühlen sich fast überall wohl, sofern sie eine sichere Umgebung haben.

Für uns geht es also im August nach Thailand. First Stop: Bangkok. Millionenmetropole. Mitten in Asien. Wir (Niki und ich) waren beide noch nie in Asien und freuen uns auf die neue, aufregende Kultur. Von Bangkok aus werden wir aber auch weiterreisen - wir sind ja eine Weile unterwegs. Letztlich ist alles offen, wir haben keine Reiseroute geplant. Möglich sind Singapur, Malaysia und Indonesien.

Natürlich wird die Hitze ein großes Thema unserer Reise sein, aber wir reisen teilweise in der Regenzeit und erhoffen uns daher die ein oder andere tropische Dusche for free statt in heimischen Badezimmer. 

Mit unserer Reise möchten wir vor allem andere Familien dazu inspirieren, auch mal eine abenteuerliche Reise zu wagen, denn Babys sind keine Einschränkung, sondern eine Bereicherung. Wir glauben, dass man auch mit Kindern die Welt bereisen kann und dadurch kaum Einschränkungen vornehmen muss. Mit einem gewissen Maß an Offenheit, Neugierde und Abenteuerlust, wird man überall eine schöne Zeit verbringen können.



Flugbestimmungen - wie nimmt man das Baby mit?

Generell gilt: wer mit einem Baby oder Kleinkind reist, welches unter zwei Jahre alt ist, benötigt dafür keinen extra Sitzplatz. Das Kind kann also (mehr oder minder) bequem auf dem Schoß der Eltern fliegen. Für Samuel haben wir also trotz des langen Fluges diese Variante gewählt, da er ohnehin nicht lange auf seinen viel Buchstaben (Popo) sitzen bleiben würde. Außerdem fliegen wir über Nacht und so kann er ggfls einfach auf unserer Brust schlafen. Außerdem sind wir mit der Airline gerade in Klärung, ob wir auf einen Platz in der vorderen Sitzreihe gebucht werden können, da man dort ein Babybett einhängen kann. Samuel könnte dort dann einfach ganz friedlich (hoffentlich) den Flug über schlummern.

Natürlich wären wir auch berechtigt, einen Buggy, einen Babysitz und eine Trage mitzunehmen, allerdings verzichten wir auf jedes unnötige Gepäckstück (müssen wir ja sonst durch Asien schleppen) und packen wohl nur unsere LueMai ein.

Luggage. Das darf mit.

In unserem Flug nach Bangkok ist für jeden von uns ein großes Gepäckstück inbegriffen. Auch für Samuel, obwohl er auf unserem Schoß reist und keinen eigenen Sitzplatz hat. Wir werden aber nur für uns "große" je einen Trekkingrucksack mit all unseren wichtigen Reiseutensilien bestücken und einen Daypack zusätzlich einpacken. Dieser wird uns dann auch als Handgepäckstück auf dem Flug dienen.

Außerdem nehmen wir, wie schon erwähnt, die Babytrage mit und natürlich uns und einen großen imaginären Eimer voll Abenteuerlust.

Klick. Gebucht.

Gebucht haben wir ganz spontan einen Flug nach Bangkok über Zürich und einen direkten Rückflug (Rail and Fly) bis Frankfurt am Main. Als ich den Enter-Button für das Absenden der Buchung drückte und dann kurz darauf die Buchungsbestätigung im Mailpostfach hatte ging mir ganz schön die Muffe. Schaffen wir das? Wird das so, wie wir uns das vorstellen? Haben wir alles richtig gemacht?

Backpacking mit Baby ist immerhin etwas völlig anderes als Urlaub im Hotel. Dann die vielen Tiere und vielleicht auch tödliche Krankheiten. Mit Niklas sprach ich darüber und wir waren beide sicher, dass das Ding schon "wuppt"!

Seitdem rattert es in meinem Kopf unaufhörlich und ich gehe ständig alle möglichen Packlisten durch, hake in Gedanken ab, was wir schon haben und mache mir reminder, was wir noch brauchen.
Ich durchforste Foren nach den schönsten Stränden, den tollsten Touren und Reisetipps -zum Beispiel zum Thema impfen, Packlisten, Reiseapotheke - um ja nichts zu vergessen. Ein solches Abenteuer will eben auch gut geplant sein und braucht ein bisschen Vorlaufzeit.

Neugierig?

Wenn ihr unsere Reisevorbereitungen gerne weiterverfolgen möchtet, abonniert gerne unseren Newsletter, dann werdet ihr per Mail benachrichtigt, sobald ein neuer Post online geht.

Tschüss du Schnüss, alles Liebe und bis zum nächsten Mal,
eure Jasmin

Dienstag, 24. Mai 2016

Birthdaydaddy, Sandkasten und Waldluft

Langsam wird das Wetter besser, Samuel älter und wir damit unternehmungslustiger. Also unterwegs waren wir auch die letzten Monate viel, nur lag unser kleiner Mann da meistens eher fröhlich sabbernd auf dem Boden oder zog sich vergnügt über das Laminat.

Da jetzt aber eine wunderbar schöne (aber auch anstrengende) Zeit angebrochen ist, möchte ich öfter mal die Kamera mitnehmen und besonders schöne Tage hier auf dem Blog Revue passieren lassen. Samuel zeigt nun sehr enthusiastisch Interesse an seiner Umwelt und beginnt, sie eigenhändig, beziehungsweise eigenfüßlerisch (ja, er erkundet ganz viel auch mit seinen kleinen Minifüßchen - zum Beispiel Gras) zu erkunden.

Diesmal durfte die Kamera uns das ganze Wochenende begleiten. Viel Spaß mit den Bildern!

Am Freitag stand ich schon sehr früh auf - die beiden Männer schliefen noch selig - und machte mich fertig, zog mir etwas bequemes an und verließ auf Seidenpfoten das Haus. Mein Weg führte mich zu unserer Lieblingsbäckerei und direkt im Anschluss zu einem kleinen hübschen Blumenladen. Dort besorgte ich eine schöne Lilie (Niklas' und meine Lieblingsblumen - was ein Zufall!) und eine langstielige Rose.
Zu Hause angekommen, erwartete mich ein verdutzter Niklas, der eigentlich gerade auf der Suche nach mir war. Ich wünschte ihm einen schönen ersten Geburtstag als Papa. Dann begab ich mich in die Küche, um ein herrliches Frühstück zu zaubern, während die beiden Männer in der Badewanne plantschten. Ich versuchte, allen Männerwünschen gerecht zu werden und so gab es neben Aufschnitt und frischen Brötchen natürlich Rührei, Bacon und Baked Beans. Nachdem alles in sicherem Abstand zu Samuel drapiert war, genossen wir unser gemeinsames Geburtstags-Familienfrühstück.



Samuel brachte Niklas die Rose als Geschenk und sah dabei wie ein kleiner Gentleman aus. Ich hatte ihm einen hübschen karierten Hemdbody und eine leichte Stoffhose angezogen. Dazu trug er seine Bernsteinkette, die ihm das Zahnen erleichtern sollte. Er war wirklich zum Auffressen süß!



Niklas freute sich natürlich über die liebe Geste und wollte aber den Rest des Tages völlig entspannt zu hause verbringen (mein eigentliches Geburtstagsgeschenk war ein kleiner Ausflug, den wir aber aufgrund der schlechten Wetterlage verschoben). Als es gegen Abend etwas trockener und schöner wurde, machten wir einen kleinen Spaziergang und empfingen dann Niklas' Geschwister zum Dinner. Es gab Pizza und für Samuel Pizzabrot. So konnten wir den entspannten Tag schön ausklingen lassen.

Am Ende des Tages: ein müder Samuel 
Am Samstag war es richtig warm und sonnig, so dass wir beschlossen, nach dem Mittagessen eine kleine Runde zu drehen und anschließend etwas Zeit auf einem kleinen Spielplatz bei uns im Veedel zu verbringen. Samuel freute sich wieder riesig darüber, im Sand spielen zu dürfen und krabbelte direkt los. Als dann noch ein etwas älteres Mädchen ebenfalls im Sand spielen wollte, war er ganz hin und weg von ihr und strahlte sie an.



Besonders spannend fand Samuel sein Sandspielzeug mit den Mühlenrädern. Wir ließen oben Sand durch das Loch laufen, so dass sich die Räder drehten. Völlig fasziniert beäugte Samuel das Geschehen und erfreute sich daran. Immer wieder ließ er den warmen Sand durch seine kleinen Speckhändchen gleiten und konnte gar nicht richtig begreifen, was da passierte.






Als er dann noch die Rutsche entdeckte, war er völlig baff und krabbelte flugs darauf zu. Ich habe ihn dann aus der Rutschbahn entfernt und in sicherer Entfernung die rutschenden Kinder beobachten lassen. Auch bin ich zwei Mal mit ihm gerutscht aber mehr als einen skeptischen Blick konnte ich leider nicht ernten. Dafür erfreute er sich umso mehr an den anderen rutschenden Rabauken.



Nach einem Zwischenstopp im Drogeriemarkt kochten wir uns zu hause noch eine leckere Spargel-Brokkoli-Creme-Suppe und ein leckeres Steak mit Potatoewedges und so endete auch dieser Tag mit einem leckeren Dinner.

Am Sonntag hatte ich noch eine Kleinigkeit anlässlich Niklas' Geburtstag geplant: Ich hatte schon ein paar Tage zuvor alle Freunde eingeladen und bereitete nach dem Frühstück einen leckeren Himbeerkuchen vor - während der nichtsahnende Niklas im Bad war. Und ich musste schnell sein - Männer sind ja flott im Bad. Den fertigen Kuchen verstaute ich in Samuels Zimmer und drapierte den Schlüssel für Niklas Freunde. Dann schlenderten wir los in den Lindenthaler Tierpark und wollten dort den Nachmittag verbringen.







Samuel fand den dicken Ochsen am spannendsten, sonst hatte er hauptsächlich Freude mit seinem Brötchen.




Nach zwei schönen Stunden im Stadtwald schlenderten wir wieder nach Hause, wo sich alle Freunde in der Küche mit dem von ihnen liebevoll gedeckten Kaffeetisch versteckten und keinen Mucks machten. Niklas setzte sich aber erstmal gemütlich ins Wohnzimmer - denn er ahnte ja nichts. Ich habe ihn schließlich gebeten, mir doch bitte ein Stück vom Geburtstagskuchen zu holen und was machte er? Er zog sich seine Jeans aus (bitte sagt mir, dass ihr auch alle am liebsten in Shirt und Unterwäsche oder Kuschelhose zu Hause rumlauft) und wollte in die Küche. Ich hab so einen Lachkrampf bekommen! Zum Glück schnappte er sich seine Jogginghose und dachte erst ich hätte ihn wegen irgendwas ausgelacht. Als er dann die Küche betrat, war er sichtlich überrascht und freute sich riesig über die gelungene Überraschung.




Den Nachmittag verbrachten wir dann mit seinen Freunden und aßen leckeren Himbeerkuchen.

Wir hatten ein wunderbares Wochenende.

Dienstag, 17. Mai 2016

Mama sein - gesunder Lebensstil als Basis

Heute möchte ich mich den überschüssigen Pfunden nach der Schwangerschaft widmen. Die sind lästig, hartnäckig, aber vor allem eins: überflüssig!
Schon bevor ich schwanger wurde, war ich mit meinem Gewicht (damals 59 kg bei 1,56 m) nicht zufrieden, weshalb ich  regelmäßig Sport trieb und mich wenigstens einigermaßen gesund ernährte. Dazu gehörten Aerobic-Einheiten, Bauch-Beine-Po und ähnliche Programme. Eigentlich gehöre ich auch eher zur sportlichen Sorte als zur Kategorie Körperklaus. Als Kind startete ich mit vier Jahren mit Kunstturnen, was ich bis zu meinem neunzehnten Lebensjahr konsequent zwei bis drei mal die Woche betrieb. Später kam dann noch Formations- und Turniertanz im bereich Lateintänze hinzu. Nun gut, ich schweife ab... Ich habe jedenfalls immer relativ viel Sport gemacht (mit ein paar Ausnahmen).
Aber mich jetzt als Mama zu festen Kursen hetzen und auf dem Stepper auf und ab hüpfen, während mein Baby gerade spielen möchte oder noch "schlimmer": Hunger hat? NO WAY!

Deshalb habe ich mir in den letzten Wochen einiges an Inspiration geholt und war selbst ein bisschen kreativ, um mich nach dem Rückbildungskurs weiter fit zu halten und vor allem: meinen body wieder mehr zu definieren. Denn neben meinem Mama-Dasein bin ich vor allem eins: Frau und Ehe-Frau, die sich sexy fühlen will. Das geht auch mit ein paar mehr Pfunden, aber die sollen doch bitte nicht schwabbeln wie Müllers Milchreis oder der Wackelpudding von der letzten Kinderparty!

Zukünftig möchte ich euch, wenn ihr Lust habt, ein bisschen auf meine Reise mitnehmen und euch erzählen, was so körperlich bei mir passiert, welchen Sport ich treibe und ggf. auch meine eigenen Übungen zeigen. Vielleicht hilft das der ein oder anderen Mama und motiviert sie. Und so ganz beiläufig spornt mich das auch an, am Ball zu bleiben - ihr wollt ja schließlich Ergebnisse sehen. Und das Beste ist: ihr braucht dazu quasi NICHTS!

Okay, ich geben zu, das war jetzt nicht ganz richtig. Ein bisschen Motivation wäre nicht schlecht. Wenn ihr möchtet könnt ihr euer Baby in einige Übungen integrieren - dabei kann es als Gewicht dienen (alternativ Wasserflaschen befüllen). Für manche Übungen könnt ihr einen Gymnastikball gut gebrauchen, wenn man kreativ ist, geht aber auch eine andere erhöhte Oberfläche.

Insgesamt möchte ich einfach wieder zu meinem gesunden Lebensstil zurück, mich fitter und definierter fühlen. Ich freue mich, euch auf meine Reise mitzunehmen.

Alles Liebe, 
eure Jasmin

Samstag, 14. Mai 2016

Zwischen pauken und Pampers - Studieren mit Baby.

Puh, es ist jetzt Anfang April und endlich sind Semesterferien. Okay, eigentlich seit Mitte Februar schon. Semesterferien? Moment, das ist doch das falsche Wort. Es heißt vorlesungsfreie Zeit, weil nämlich trotzdem Prüfungen stattfinden und man womöglich schon Bücher und Bücher und noch mehr Bücher fürs kommende Semester lesen muss - ein(e) gute(r) Student(in) ist ja vorbereitet, ne?
Aber dann sind da noch Windeln, die gewechselt, Brei der gefüttert, Tränen, die getrocknet, Wäsche, die gewaschen und Freundschaften, die gepflegt werden wollen. Nicht, dass ich nicht auch ohne den ganzen Kram wie putzen und waschen leben könnte, aber mein Mann steigt mir sonst womöglich aufs Dach, wenn ich's nicht erledige. (Im Gegenzug hilft er auch fleißig!)

So oder so ähnlich muss ich im April gedacht haben. Mittlerweile ist es schon Mitte Mai und das 2. Mastersemester hat bereits längst angefangen und ich bin schon wieder total im Brass. Lernen, lesen, Seminare vorbereiten etc.

Rückblickend kann ich sagen, dass mich dieses Anders, dieses Studieren mit Kind, verändert hat. Ich bin reifer geworden. Erwachsener. Überlegter. Und vor allem organisierter! Denn ohne Organisation klappt es einfach nicht, vor allem nicht, wenn du Stilldemenz hoch mijon hast! Also wenn in den letzten Monaten jemand fragte, ob ich Zeit für nen Kaffee habe, konnte ich nicht mehr die altbekannte Spontanität an den Tag legen. Stattdessen hieß es I have to check my agenda. Yay. Naja, auch daran gewöhnt man sich.

In die Uni bin ich wieder gegangen, als mein Sohn gerade 6 Wochen alt war. Ob es geklappt hat? Meistens. Ob ich es wieder so machen würde? Definitiv.
Aber mit der Erfahrung jetzt würde ich nicht ganz so blauäugig an die Sache ran gehen. Klar, es hat alles super geklappt, aber ich hatte auch ein sehr schläfriges und wenn-ich-wach-bin-bin-ich-ein-zufriedenes-Baby-Baby. Das ist ja leider nicht allen Neumamas vergönnt. Vielleicht hat aber gerade diese Zuversicht, dass alles gut gehen wird, ein bisschen geholfen und mein Baby so werden lassen, wie es ist. Trotzdem. Wenn ich es nochmal so machen würde, würde ich mir vorher einen Notfallplan überlegen für den Fall, dass es nicht so gut klappt. Und ich würde vorher mit den Dozenten sprechen, ob es okay ist, wenn ich mein Baby mitbringe, um nicht hormonduselig doofen Kommentaren ausgesetzt zu sein, die mich möglicherweise zum Weinen bringen oder einschüchtern (Nein, ich bin nicht immer tough!).

Bei einer geplanten Schwangerschaft (wie meine erste) würde ich auch immer langfristig über einen Plan nachdenken. Wir haben uns immer gesagt, dass unser Kind dann mit 1 eben in eine KiTa geht. Jetzt kann ich mir das kaum noch vorstellen und möchte mein Studium anders gestalten. Für mein Kind da sein und gleichzeitig studieren. Aber auch das wird irgendwie funktionieren. Hoffentlich.

Was mir geholfen hat, war vor allem mein Ehrgeiz. Ich wollte allen zeigen, dass ich mein Studium auch mit Kind gut meistern kann, gerade weil die Schwangerschaft ja geplant war. Also hab ich Gas gegeben und mich dahinter geklemmt. Früher hab ich kaum gelernt. Aber jetzt, wo ich teilweise in Sitzungen nur zur Hälfte anwesend war (weil das Baby brabbelte und ich den Raum verlassen habe), musste ich eben den Stoff zu Hause nacharbeiten. Das war aufgrund des hohen Anspruches nicht immer leicht und es gab viele Momente, in denen ich am liebsten alles hin geschmissen hätte und in welchen ich mein Skript wütend weggepackt habe und ins Bett gegangen bin. Aber das darf vorkommen, habe ich mir immer wieder gesagt. Ist jetzt eben nicht mehr so easy, wie noch vor einem Jahr. 
Gegen Ende des Semesters habe ich mich immer mehr mit dem Gedanken angefreundet, Samuel bei seinem Vater zu lassen, während ich in der Uni war. Irgendwann kam dann der Tag und auch das hat gut funktioniert. Wenn ich ehrlich bin, war es für mich wohl von allen Beteiligten das schwerste. Ich wollte mein Baby bei mir haben. Aber auch dieser Lernprozess hat mich weiter gebracht. Ich kann jetzt auch mal loslassen. Wenigstens für einen kleinen Moment.

In den Semesterferien...äh der vorlesungsfreien Zeit habe ich mich viel mit Freunden getroffen, mit Samuel gespielt und ganz organisiert für meine Prüfungen gelernt - mit viel Vorlauf und viel Geduld mit dem Baby und mir, wenn ich mal nicht wie gepant dazu kam, die Bücher aufzuschlagen.

Die größte Hürde war es, mich mit meinem Mann für das kommende Semester abzusprechen, so dass immer einer bei Samuel ist und ich nicht zu lange von zu hause weg bin, da Samuel immer noch voll gestillt wird (er ist jetzt 9 Monate alt - zu Beginn des Semesters 7,5 Monate). Wir mussten versuchen, zwei Vorlesungspläne und den Nebenjob gut zu organisieren. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden, wie es klappt!

Gerne dürft ihr mir in den Kommentaren schreiben, wie ihr euer Studium organisiert, wenn ihr schon Kinder habt.
Bis dahin alles Liebe,

eure Jasmin